Eine Welt, eine Währung. Bitcoin. 

Wählen Sie Ihre Telefonnummern noch mit einer echten Tastatur oder bereits auf einem glatten Smartphone-Bildschirm? Tippen Sie Ihre Briefe noch auf einer sperrigen Computertastatur statt auf einem Notebook? Hören Sie Ihren Lieblingssender noch über ein echtes Radio oder über eine App auf dem Handy? – Fragen, die zeigen, dass die technologische Entwicklung rasant voranschreitet.

Moderne Technologien machen längst die Welt des 21. Jahrhunderts aus, bis in unsere zwischenmenschlichen Beziehungen hinein. Wer sendet noch Briefe, wenn er stattdessen sein Gegenüber online per „Videocall“ persönlich begrüßen kann? Einige Unternehmen korrespondieren nur noch per E-Mail. Sogar diplomatische Beziehungen werden inzwischen über Social-Media-Kanäle gepflegt.

Die Digitalisierung ist das Schmiermittel einer zusammenrückenden Welt. Alles wird möglich, überall, zu jeder Zeit. Sie hat sogar das Bezahlen vereinfacht. Wir überweisen bargeldlos und kaufen Waren per Fingerstreich. Apps und Plastik ergänzen Münzen und Scheine. Gleichwohl ist das Geldsystem an sich noch analog. 

Zentralbanken legen die Geldmengen fest, die in den Volkswirtschaften zirkulieren. Sie drucken Scheine und prägen Münzen. Geschäftsbanken schaffen Giralgeld, weil sie Geld verleihen, das sie physisch gar nicht besitzen. Deshalb kommt es zu Finanzkrisen und zur Geldentwertung. Vor allem in politisch instabilen Systemen kann Letztere in Form von Hyperinflation fatale Auswirkungen haben.

Eine digitale Währung für die ganze Welt

Wie wäre es dagegen mit einer Digitalisierung des Geldsystems? – Wie von der Schreibmaschine zum Notebook, vom Brief zur E-Mail, von der Straßenkarte zu Google Maps. Eine digitale Währung, die überall gültig ist. Die jeder immer und überall nutzt. Dazu ein Konto, gebührenfrei und über das Smartphone zugänglich. 

Ein Zahlungssystem für die ganze Welt, mit dem jeder beliebige Beträge überall hin überweist, anstelle von Auslandsüberweisungen, die Tage, manchmal Wochen brauchen, bis sie geprüft, genehmigt und verbucht sind. Ein digitales Zahlungssystem ohne Münzen und Scheine, die gefälscht werden können. Eines, das das Finanzsystem, wie wir es kennen, verändert, ja revolutioniert.

Wie wäre es also mit einem universell gültigen Finanzsystem ohne Banken. 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr anstatt von Montagvormittag bis Freitagnachmittag? – Ein System, das aus der Gesellschaft für die Gesellschaft geschaffen und betrieben wird. In dem schon heute täglich zwischen 300.000 und 400.000 Transaktionen weltweit verbucht werden.

Ein Finanzsystem, das für eine festgesetzte Menge von insgesamt 21 Millionen Einheiten programmiert wurde, von denen bereits rund 18 Millionen in virtuellen Geldbörsen liegen. Ein Bezahlsystem, fälschungssicher durch digitale Verschlüsselung. Eine digitale Währung, welche uns verbindet und vereint. Eine Welt, eine Währung. Bitcoin.

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Quellen

Antonopoulos, A. M. (2017). Mastering Bitcoin: Programming the Open Blockchain (zweite Auflage). Sebastopol, California: O’Reilly Media.

Bitcoin Wiki. (2019). Bitcoin, unter: https://en.bitcoin.it/wiki/Main_Page (17.01.2019).

Blockchain Luxembourg S.A. (2017). Blockchain Charts, unter: https://www.blockchain.com/de/charts (abgerufen am 27.02.2019)

Cryptolist. (2019). Was ist Bitcoin?, unter: https://www.cryptolist.de/bitcoin (abgerufen am 21.01.2019).

Khan Academy. (2019). Bitcoin: Was ist das?, unter: https://de.khanacademy.org/economics-finance-domain/core-finance/money-and-banking/bitcoin/v/bitcoin-what-is-it (abgerufen am 18.01.2019).

Narayanan, A., Bonneau, J., Felten, E., Miller, A., & Goldfeder, S. (2016). Bitcoin and Cryptocurrency Technologies: A Comprehensive Introduction. Princeton, New Jersey: Princeton University Press.

Northern Bitcoin AG. (2018). Northern Bitcoin: Halbjahresbericht 2018.

SINUS-Institut Heidelberg. (2017). Wenn es um vertrauliche Informationen geht: Brief oder E-Mail? Hamburg, unter: https://www.divsi.de/wp-content/uploads/2018/01/brief-mail.pdf (abgerufen am 26.02.2019).