Die endgültige Menge an Bitcoins ist festgelegt, trotz Forks und Altcoins

Immer wieder gibt es Stimmen, Bitcoin werde scheitern oder er habe eine kritische Schwäche, die angegangen werden müsse, um ein Scheitern zu vermeiden. Diese Behauptungen werden von Personen vorgebracht, die sich meistens nur einen Aspekt des Systems Bitcoin angesehen haben, aber weder das System insgesamt, geschweige denn dessen Feinheiten verstehen. Eine Behauptung ist, jeder könne eine neue Bitcoin-Fork (wie Bitcoin Cash (und jetzt Bitcoin Cash ABC / Bitcoin Cash SV) oder sogar völlig neue Kryptowährungen (Dash, Monero, Ripple, Ethereum usw.) schaffen. Damit sei das Angebot nicht begrenzt, sondern könne unkontrolliert erhöht werden.

Diese Behauptung geht davon aus, dass Kryptowährungen tatsächlich identisch und vollständig gegeneinander austauschbar sind. Das heißt, wenn ich einen FooCoin hielte, hätte er die gleichen Eigenschaften wie ein Bitcoin und ist sowohl funktional identisch als auch völlig austauschbar mit Bitcoin.

Das ist natürlich Unsinn. Es wäre so, als würde man behaupten, die Hyperinflation des venezolanischen Bolivar führe dazu, dass auch alle anderen Fiat-Währungen weniger wert sind. Das scheint aber nicht so zu sein: Anfang 2010 waren 2,15 Bolivars einen US-Dollar wert. Im Juni 2018 waren es schon 4 Millionen Bolivar pro US-Dollar. Dieser enorme Anstieg des Bolivar-Angebots hatte jedoch keinen Einfluss auf den Wert einer anderen Fiat-Währung. Der Euro, der Dollar, das Pfund und der Yen wurden nicht massiv abgewertet, nur weil das Angebot einer unabhängigen Währung zunahm. Bitcoin ist nicht anders: Die Schaffung und das vermehrte Angebot anderer Kryptowährungen ist für den Wert von Bitcoin, von dem nur 21 Millionen jemals existieren werden, völlig irrelevant. Deshalb ist es eine der Stärken des Bitcoins, dass das Angebot begrenzt ist und es niemals zu einer Inflation kommen kann.