Das Peer-to-Peer-Netzwerk des Bitcoins

Bitcoin ist als Peer-to-Peer-Netzwerkarchitektur auf Basis des Internets aufgebaut. Der Begriff Peer-to-Peer oder P2P bedeutet, dass die an das Netzwerk angeschlossen Computer (Nodes), Gleiche (aus dem Englischen „peers“) sind. Das heißt, es gibt keine speziellen Nodes, und jede Node muss Netzwerkdienste zur Verfügung stellen. Das Bitcoin-System wird also von allen Nodes gemeinsam betrieben.

Ein System von Gleichen

Die Nodes sind in einem Netzwerk mit einer „flachen“ räumlichen Anordnung miteinander verbunden. Das bedeutet, es existiert weder ein Server, noch eine zentrale Instanz, die das Netzwerk überwacht, und auch keine hierarchische Struktur, in der bestimmte Nodes über anderen stehen. Nodes in einem P2P-Netzwerk erbringen und konsumieren gleichzeitig Dienste, wobei Wechselseitigkeit als Anreiz für die Teilnahme wirkt.

Belastbar und dezentral

P2P-Netzwerke sind grundsätzlich belastbar, dezentral und offen. Ein geeignetes Beispiel für eine P2P-Netzwerkarchitektur ist das frühe Internet selbst, in dem die Nodes im Internetprotokoll-Netzwerk gleich waren. Die heutige Internetarchitektur ist hierarchischer strukturiert, dennoch ist das Internetprotokoll nach wie vor „flach“ angeordnet.

Bitcoin von Natur aus gleich

Die P2P-Netzwerkarchitektur von Bitcoin ist weit mehr als eine räumliche Anordnung. Bitcoin ist von Natur aus ein digitales Zahlungssystem, das auf Gleichen aufbaut und von ihnen betrieben wird. Die Bitcoin-Netzwerkarchitektur ist sowohl Strukturfundament als auch zentrales Merkmal seiner eigenen Philosophie.

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Quellen

Antonopoulos, A. M. (2017). Mastering Bitcoin: Programming the Open Blockchain (zweite Auflage). Sebastopol, California: O’Reilly Media.

Narayanan, A., Bonneau, J., Felten, E., Miller, A., & Goldfeder, S. (2016). Bitcoin and Cryptocurrency Technologies: A Comprehensive Introduction. Princeton, New Jersey: Princeton University Press.